Gemeinde Inzlingen

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Jahresrückblick der Gemeinde Inzlingen



Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger,

traditionell erwähne ich zu Beginn von 2017 einige Geschehnisse aus dem vergangenen Jahr, die das Leben in unserer Gemeinde mitgeprägt haben. Angesichts der Flut von Schlagzeilen positiver wie negativer Art über Ereignisse rund um den Globus ist es für manche wahrscheinlich eine Wohltat, wenn es im nahen Umfeld etwas beschaulicher zugeht, womit jedoch nicht Stillstand gemeint ist. Manches lässt sich aber nur mit Ausdauer und in teils kleinen Schritten erreichen. 


Das gilt zum Beispiel für den Wohnungsbau. Hierfür braucht es zum einen Personen, die den Mut zu Investitionen haben, aber auch geeignete und verfügbare Flächen zum Bauen. Drei größere Vorhaben sind seit letztem Jahr im Gange. Auf den Grundstücken Riehenstraße 49 und 69 entstehen jeweils zwei Baukörper mit insgesamt 17 bzw. 14 Wohnungen und jeweils eine Tiefgarage, beim Wendeplatz in der Au ein Mehrfamilienhaus mit 7 Wohnungen. Die Bebauung der Parzellen dürfte zwar nicht ohne Probleme verlaufen angesichts der stark befahrenen Riehenstraße. Nach Fertigstellung muss auch die Parksituation im Auge behalten werden, ein leidiges Thema. Klar gestellt sei jedoch, dass die Bauherren alle baurechtlich notwendigen Stellplätzen auf ihren Grundstücken anlegen.


Mit diesen Vorhaben werden innerorts bisher nicht oder nicht mehr genutzte Flächen sinnvoll verwertet. Zuletzt geschah dies im Seidenhof bzw. Mühlenweg auf dem Areal der ehemaligen Kartonagenfabrik Muchenberger, der „Schächtele“. Nebenbei sei daran erinnert, dass hier in früheren Jahren zeitweise über 100 Menschen ihren Arbeitsplatz am Ort hatten.

Die so genannte Nachverdichtung wird unter anderem von der Landesregierung gefordert, anstatt weitere wertvolle Grünflächen im Außenbereich zu überplanen. Die Gemeinde investierte im letzten Jahr in Bauarbeiten bzw. Maßnahmen, die der Versorgung unserer Einwohnerinnen und Einwohner dienen und zu einer funktionierenden Infrastruktur gehören.
Erwähnt seien an dieser Stelle das „generalüberholte“ Pumpwerk Burtematt, welches einwandfreies Trinkwasser liefert, die sanierte Straße „Sonnhalde“, der neue Konzessionsvertrag für die Gasversorgung durch die Firma bnNETZE GmbH und einzelne Maßnahmen in gemeindeeigenen Gebäuden.

Auf der Agenda ganz oben stehen für die nahe Zukunft ein kompletter Ausbau des Glasfasernetzes und weitere Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr. 

Leider wurden die Anregungen bzw. Forderungen der Gemeinde im neuen, überarbeiteten Nahverkehrsplan des Landkreises nicht sofort umgesetzt. Schade, dass eine Verbindung nach Grenzach-Wyhlen über den Rührberg mit dem vorhandenen Bus nicht klappte. Die Gemeinde bemüht sich jedoch weiterhin um eine Lösung, ebenso für die Strecke Wasserschloss – Riehen.

Ein Novum für Inzlingen ist, dass seit Dezember beim Wasserschloss ein Elektrofahrzeug zum Mieten sowie eine Ladesäule zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat würde sich freuen, wenn dieses neu geschaffene Angebot gut
angenommen und damit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Ein größerer Wunsch wäre, dass es bald gelingt, einen Betreiber für einen Lebensmittelladen zu finden, damit wir wieder von einer sehr guten Grundversorgung am Ort sprechen können. Es gab zahlreiche Gespräche und Überlegungen.
Deshalb ist zu hoffen, dass die intensiven Bemühungen der Verwaltung und des Gemeinderates seit Schließung des Lebensmittelladens der Familie Drechsle erfolgreich sein werden.

Von einer Erfolgsgeschichte können wir sprechen, wenn es um unsere Buttenberg-Schule geht. Gab 2015 das außergewöhnlich gute Ergebnis der Qualitätsprüfung großen Anlass zur Freude, so war es im letzten Sommer das 50-jährige Jubiläum. Viele Akteure, einschließlich der Initiatoren für das Kletterschiff,  haben mit ihren Ideen und besonderem Einsatz dazu beigetragen, dass es ein würdiges Fest wurde. Aber auch ein gebührendes Abschiedsfest für Rektorin Susanne Detterer-Baljer, die wir nach 23-jähriger Tätigkeit in Inzlingen in den wohlverdienten Ruhestand ziehen lassen mussten. Ihre Verdienste werden wir in bester Erinnerung behalten. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für ihr herausragendes Engagement an der Schule, beim Aufbau der Lernwerkstatt für Lehrer und Erzieher sowie beim Einrichten der Montessori-Kurse. Aber auch alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt.

Ihrer Nachfolgerin Ina Trenkwalder-Lipps wünschen wir selbstverständlich ebenfalls eine stets glückliche Hand und viel Freude bei der Arbeit.

Eine Person, die sich ebenfalls in unserer Gemeinde verdient gemacht hat, war Gertrud Piram. Sie ist nach längerer Krankheit leider zu früh gestorben. Als langjährige Gemeinderätin, als Schöffin, aber auch privat opferte sie unzählige
Stunden für ihre Mitmenschen. Ihre Hilfsbereitschaft und ihr soziales Engagement waren vorbildlich. Ohne solche Menschen wäre unsere Gesellschaft ein Stück ärmer.

Das gilt auch für den Verein der Freunde der Lukas-Gemeinde, der im letzten Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern durfte und in dieser Zeit zu einem festen und wichtigen Bestandteil des Gemeindelebens geworden ist.

Froh und dankbar dürfen wir für die ehrenamtlichen Tätigkeiten beim Betreuen von Flüchtlingen sein. Mittlerweile wohnen in Inzlingen 36 Personen. Wir hoffen, dass der Gemeinde auch weiterhin Wohnraum angeboten wird für die in diesem Jahr ankommenden Flüchtlinge.

Ein Lob gebührt auch der Freiwilligen Feuerwehr für ihre stetige Hilfs- und Einsatzbereitschaft. Verschiedentlich bewährte sich schon das neue Löschfahrzeug, welches im April offiziell eingeweiht wurde. Insbesondere bei zahlreichen Einsätzen nach Unwettern im Juni. Der Gemeinderat muss sich demnächst mit Maßnahmen beschäftigen, die künftig Hochwasserschäden möglichst verhindern. Besonders getroffen hat es beim letzten Mal den Langmatthof der Familie
Bachthaler, wo „Land unter“ war. Als ob es nicht genug wäre mit anderen Problemen, welche die Landwirte bewältigen müssen. Deshalb verdient die Familie Bachthaler großen Respekt für ihren Mut, in einen neuen Stall mit Melkroboter zu investieren. Die Landwirtschaft trägt wesentlich bei zur Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln.

An dieser Stelle danke ich der Familie Bachthaler sowie den Nebenerwerbslandwirten in unserer Gemeinde, die einen wichtigen Beitrag zur Pflege unserer schönen Landschaft leisten.

Davon konnten sich auch wieder die zahlreichen auswärtigen Gäste beim letzten Banntag überzeugen, von denen manches Lob zu hören war. Diese Veranstaltung bietet neben vielfältigen anderen Angeboten stets die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und den Gemeinschaftssinn zu bewahren. Der Gemeinderat tat dies unter anderem auch bei Treffen mit seinen Pendants in Riehen und Bettingen.

Wir wollen auch 2017 ein besonderes Augenmerk auf ein menschliches Miteinander richten. Lassen Sie folgende Zeilen einen Leitfaden für uns sein:

Wieder ein Stück Weg hinter mir gelassen,
Zeit, das ein und andere abzuschliessen.
Vergangenes wertschätzen,
das Gute weiterleben lassen,
aus dem Schlechten lernen.
Mit dem kleinen Wort Danke
Grosses aussprechen
und damit im Guten
den Weg nach vorne gehen.

Für diesen vor uns liegenden Wege wünsche ich Ihnen alles Gute,  Kraft, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Marco Muchenberger, Bürgermeister

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Hinweis

Die Inhalte werden vom Bürgermeisteramt Inzlingen gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an das Bürgermeisteramt Inzlingen wenden.

Kontakt

Bürgermeisteramt Inzlingen
-Wasserschloss-
Riehenstraße 5, 79594 Inzlingen
Fon: 07621 4055-0, Fax: 07621 4055-33
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