Gemeinde Inzlingen

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Inzlinger Wappen

In gespaltenem Schild vorn das badische Wappen, hinten in Gold eine aufrechtgestellte schwarze Saufeder.

Die Edlen Burkhard und Rudolf von Üsenberg übertrugen 1238 ihre Besitzungen in Incelingin mit allen Leuten und allem Zugehör dem Zisterzienserkloster Wettingen (Basler Urkundenbuch I, 104).

Dessen Abt und Konvent schenkten das Kirchenpatronat 1248 dem Kloster St. Blasien, dem 1350 der Konstanzer Bischof die Pfarrei inkorporierte (Krieger).

Das Dorf war Röttelner Gebiet, kam später an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg und dann im Erbweg an Markgraf Christoph I. von Baden (1503). Markgraf Rudolf von Hachberg-Sausenberg hatte Ende des 14. Jahrhunderts Heinrich Reich von Reichenstein damit belehnt. Das Lehen umfasste auch die hohe Gerichtsbarkeit (Amtliche Beschreibung).

Das schon im 12. Jahrhundert erwähnte bischöflich baselsche Dienstmannengeschäft besaß als Lehen das Erbkämmereramt des Hochstiftes. Peter Reich von Reichenstein war von 1286 bis 1296 Bischof von Basel. Die Familie stellte mehrere Basler Bürgermeister. Am Ende des alten Reiches war Inzlingen ein Niederadelbesitz unter ausschließlich badischer Landeshoheit (Hölzle).

Da dies aber auch Österreich für sich in Anspruch nahm, war es bis zuletzt immer wieder zu Reibereien zwischen dem badischen und dem österreichischem Haus gekommen (Deisler, Landeshoheit).

Wappen der Reich von Reichenstein:

In Gold eine schrägrechtgestellte schwarze Saufeder (Kindler von Knobloch).

Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts verloren die Reichensteiner durch Verkauf und Verzicht ihre letzten Lehens- und Eigenrechte in Inzlingen. Freiherr Maria Hermann Eusebius von (Breiten-)Landenberg erwarb 1820/21 die Grundherrschaft (Deisler, Inzlingen).

Es handelt sich um die Nachfahren einer der ältesten, bekanntesten, mächtigsten und weitverzweigesten adeligen Familie der Schweiz und Süddeutschlands (Studer).

Wappen: In Rot drei (2:1) silberne Ringe (Merz/Hegi, Tafel VIII, Nr. 118).

Das frühere Gemeindesiegel zeigt im gespaltenem Schild mit darüber schwebender großherzoglicher Krone vorn den badische Schrägbalken, hinten die drei (2:1) Ringe aus dem Landenberger Wappen mit der Unterschrift: Gemeindesiegel in Inzlingen.

Das heutige Wappen hat die Gemeinde 1905 auf Vorschlag des Generallandarchives angenommen. Die Saufeder unterscheidet sich von der reichensteinischen durch ihre aufrechte Stellung.

Was das Wappen sagen will, bedarf keiner Erklärung.

Unter Saufeder versteht man in der Jägersprache das mit einer Parierstange ausgerüstete Lanzenblatt zum Abstechen der Wildschweine. Sein halbmondförmig vergrößertes und mit einem Nagelloch versehenes Ende steckte man in den Schlitz des Schaftes und machte es dort fest.

Das Loch wird auf dem Wappenbild besonders hervorgehoben.

Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeisteramt Inzlingen
-Wasserschloss-
Riehenstraße 5, 79594 Inzlingen
Fon: 07621 4055-0, Fax: 07621 4055-33
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Quelle

Wappenbuch des Landkreises Lörrach von Harald Huber im Verlag des Südkurier Konstanz.